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Abgesehen von Silber hat Kupfer die höchste elektrische Leitfähigkeit aller Metalle. Auf dieser Eigenschaft beruhen rund 50 Prozent seiner Verwendung. Kupfer vermindert Stromverluste und verbessert die nergieeffizienz. Sein optimaler Einsatz kann die Kosten seiner Anwendungen über ihre gesamte ebensdauer hinweg senken. Von der Hochspannungsübertragung bis zur Mikroelektronik, von Gigawatt-Generatoren bis zu PCs – bei jedem Aspekt von Stromerzeugung, -übertragung und -nutzung ist Kupfer der entscheidende und energieeffiziente Werkstoff.
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Kupfer ist schon seit Beginn der Telekommunikation die Grundlage für die Übertragung von Signalen von A nach B. Jahrzehntelang wurde entwickelt, wurde ein Durchbruch nach dem anderen erzielt – undenkbar ohne das vielseitige Metall. Seine überlegenen Eigenschaften als Elektrizitätsleiter machen Kupfer zum perfekten Material für die Verbindung winziger Schalter oder Transistoren in Mikroprozessoren. Je dünner und enger die Verdrahtung von Halbleiterchips sein muss, desto mehr greift man heute auf Kupfer zurück, denn dadurch wird eine schnellere Signalübertragung gewährleistet.
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In der Autoindustrie spielt Kupfer schon lange eine tragende Rolle. Ohne Kupfer wären elektrische und elektronische Komponenten im Auto und somit ein intelligentes Motor- und Getriebemanagement nicht realisierbar. Und da die Komfortansprüche an moderne Automobile stetig steigen, wirkt sich dies auch auf den Bedarf an Kupfer aus. Zusätzlich fällt die Entwicklung von umweltgerechten und verbrauchsarmen Elektromotoren, Elektroautos immer weiter ins Gewicht. So enthält der Motor eines Hybridautos etwa rund 50 Kilogramm des vielseitigen Metalls und wird den Bedarf an Kupfer voraussichtlich weiter steigern.
Im Mittelalter war
Kupfer für die Herstellung von Schmuck und Alltagsgegenständen weit
verbreitet. Aber auch in der Chemie entwickelte sich Kupfer zu
einem begehrten Metall. Ab dem 13. Jahrhundert wurde die
Metallurgie zu einem großen Experimentierfeld der Chemiker. Man
entdeckte die Einsatzmöglichkeiten von verschiedenen
Edelmetall-Sulfaten. Kupfervitriol (Kupfersulfat) wurde
beispielsweise zur Desinfektion, zur Imprägnierung von Holz und als
Dünger genutzt. Kupfer wurde während des Mittelalters in
Deutschland in bedeutenden Mengen gewonnen und zum Bronzeguss, zu
Rotguss, Gelbguss und zur Dachbedeckung verwendet. Die Kupferdächer
großer Kirchen erforderten Kupferblech von 600 bis 700
Zentnern.
Zwischen dem Ende der
Jungsteinzeit und der frühen Bronzezeit entwickelte man langsam die
grundlegenden Techniken der Metallgewinnung und -verarbeitung.
Manchmal wird diese Zeit deshalb auch als Kupferzeit oder
Kupfersteinzeit bezeichnet. Bis zu diesem Zeitpunkt waren Metalle
wie Gold, Silber und Kupfer zwar teilweise bekannt, aufgrund des
fehlenden Wissens über die Verarbeitung wurden Werkzeuge und Waffen
jedoch aus Stein gefertigt. Erst mit Ende der Jungsteinzeit lernte
man Metalle zu verarbeiten. Nachdem in Kleinasien die Kunst des
Ausschmelzens von sulfid- und oxidhaltigen Kupfererzen entwickelt
wurde, begann sich gleichzeitig die Verwendung von Kupfer bei der
Herstellung von metallischen Gegenständen
durchzusetzen.
Die ältesten Kupferfunde
stammen aus Kleinasien und dem Iran und sind über 9.000 Jahre alt.
Dabei handelt es sich um Fragmente von Perlen und Nadeln, die mit
Kupferpartikeln verschönert wurden. Zu diesem Zeitpunkt hämmerte
man das Material noch aus der Oberfläche gediegener Kupfervorkommen
heraus. Die Fundstellen - das iranische Ali Koch sowie çayönü und
çatal Hüyük in der Türkei - liegen im heutigen Nahen und Mittleren
Osten.
Die Neuzeit hätte ohne Kupfer in dieser Form nie eingeläutet
werden können. Die Entdeckung Amerikas und des Buchdrucks datieren
den Anfang dieser Epoche und sind ohne Kupfer undenkbar. Mit
wachsender Industrialisierung stieg der Bedarf an Kupfer an. Als
Werner von Siemens 1866 den Dynamo erfand und Strom billig und in
großen Mengen erzeugt werden konnte, benötigten Handwerk und
Industrie zunehmend große Mengen an Kupfer. Stromerzeugung und
-übertragung haben die Welt verändert. Erst Kupfer hat das möglich
gemacht.
Im Römischen Reich
spielt Kupfer im Münzwesen eine große Rolle. Noch bevor "Geld"
eingeführt wird, benutzen die Römer ab 500 v. Chr. Bronzebarren als
Zahlungsmittel. Ein Gesetz bestimmte die Gleichung: 1 Rind = 10
Schafe = 100 Pfund Bronze. Gegen 300 v. Chr. kamen mit Stempeln
versehene Bronzebarren auf. Sie waren "1 Pfund Kupfer" schwer.
Durch die Stempelung garantierte der Staat für die Reinheit des
Metalls und durch eine Wertziffer für das Gewicht. Mit der Zeit
erwiesen sich die Bronzebarren jedoch zu unpraktisch für den
Handel, daher begann man bald darauf, das Münzwesen einzuführen.
Dabei spielt dann über Jahrhunderte Gold, Silber und Kupfer eine
entscheidende Rolle.
Die Bronzezeit ist nach
der Legierung von Kupfer mit Zinn benannt. Die frühsten Bronzefunde
haben nur einen sehr geringen Zinnanteil. Nach und nach wurde
dieser erhöht bis um 2.500 v. Chr. ein Anteil von ca. 14 Prozent
üblich wird. Selbst lange nachdem man auch Eisen verarbeiten kann,
ist Kupfer noch das wichtigste
Gebrauchsmetall.
Zypern beginnt lange vor
der Antike den östlichen Mittelmeerraum mit Kupfer zu beliefern.
Zur Zeit der Erimi-Kultur wird Kupfer zu einem der wichtigsten
Bodenschätze der drittgrößten Mittelmeerinsel. Durch seine
Kupfervorkommen bekannt, erhält Kupfer seinen Namen durch die
Insel. Der lateinische Name "cuprum" ist abgeleitet von "aes
cyprium" "Erz von der Insel Zypern".
Zwischen dem Ende der
Jungsteinzeit und der frühen Bronzezeit entwickelte man langsam die
grundlegenden Techniken der Metallgewinnung und -verarbeitung.
Manchmal wird diese Zeit deshalb auch als Kupferzeit oder
Kupfersteinzeit bezeichnet. Bis zu diesem Zeitpunkt waren Metalle
wie Gold, Silber und Kupfer zwar teilweise bekannt, aufgrund des
fehlenden Wissens über die Verarbeitung wurden Werkzeuge und Waffen
jedoch aus Stein gefertigt. Erst mit Ende der Jungsteinzeit lernte
man Metalle zu verarbeiten. Nachdem in Kleinasien die Kunst des
Ausschmelzens von sulfid- und oxidhaltigen Kupfererzen entwickelt
wurde, begann sich gleichzeitig die Verwendung von Kupfer bei der
Herstellung von metallischen Gegenständen
durchzusetzen.