
A ist für Automobile
Ein durchschnittlicher Mittelklassewagen enthält bis zu 25 kg Kupfer. Ohne Kupfer wären elektrische und elektronische Komponenten im Auto und somit ein intelligentes Motor- und Getriebemanagement, umfangreiche Sensorik- und Infotainmentelemente nicht realisierbar. Und durch stetig komplexer werdende Bordnetze, steigt auch die Nachfrage.
B ist für Bierbrauen
Kupfer lässt sich leicht formen und leitet Wärme ausgesprochen schnell. Dadurch ist in einem gerundeten Gefäß immer überall die gleiche Temperatur, was für das Bierbrauen ideal ist. Und die antimikrobiellen Eigenschaften garantieren Keimfreiheit. Brauereien sind stolz auf ihre Braukessel, auch wenn diese oft durch Edelstahl abgelöst wurden.
C für Cheopspyramide
Das erste Metall, das in Ägypten wie auch anderswo in der antiken Welt ausgebeutet wurde, war Kupfer. Archäologen haben sogar einen Teil eines Wasserinstallationssystems aus der Cheopspyramide in Ägypten geborgen, dessen Kupferrohre sich auch nach fünftausend Jahren in einem funktionsfähigen Zustand befinden.
D wie Dacheindeckung
Dach- und Wandbekleidungen aus Kupfer werden bereits seit langer Zeit verwendet. Aus gutem Grund: Kupfer hat nämlich nicht nur funktionelle Eigenschaften, sondern ist auch ein ästhetisches Material. So beeinflusst die sich stets verändernde Patina das Aussehen eines Gebäudes – aus glänzendem Kupfer wird allmählich das charakteristische Grün.
E für Erdung aus Kupfer
Jedes Jahr könnten viele Menschenleben gerettet und enorme Geldbeträge gespart werden, wenn Gebäude mit einem ordnungsgemäßen Blitzschutz ausgestattet wären. Alles, was dafür benötigt wird, ist eine Erdung aus Kupfer.
F für Freiheit
Die amerikanische Freiheitsstatue besteht aus 350 vorher per Handarbeit gehämmerten daumendicken Kupferblechen, die auf ein Eisenskelett angebracht sind. Die Wahl des Materials Kupfer war naheliegend: Kupfer ist auch in der salzhaltigen Luft witterungsbeständig und konnte den mechanischen Beanspruchungen der langen Seereise gut standhalten.
G für Gold
Da Gold selbst so weich ist, dass es mit den Händen verformt werden kann, bestehen klassische Schmuckgoldlegierungen meist aus Gold, Silber und Kupfer. In Europa war es bis ins 19. Jahrhundert sogar verboten Gold mit anderen Metallen außer mit Silber oder Kupfer zu legieren.
H wie Hygienewerkstoff
Keime mögen kein Kupfer. Traurig berühmt geworden in diesem Zusammenhang sind hier die Auslöser der Legionärskrankheit, die Legionellen – diese fühlen sich gerade im warmen Wasser besonders wohl und kommen in geringer Anzahl in jeder Warmwasserinstallation vor. In Kupferleitungen haben sie auf Dauer keine Chance.
I für Israel
Eine der berühmten Schriftrollen vom Toten Meer, die in Israel gefunden wurden, besteht aus Kupfer anstelle des brüchigeren Pergaments. Die Schriftrolle enthält keine religiösen Texte, sondern lediglich Hinweise auf bisher noch nicht aufgefundene Schätze.
J wie Jod
Selen, Zink oder Jod: Lange ging man davon aus, dass den in geringer Konzentration im menschlichen Körper vorhandenen Elementen keine spezifische Funktion zukommt. Heute wissen wir: einige dieser Spurenelemente sind lebensnotwendig. Essentielle Bedeutung für die menschliche Entwicklung und Gesundheit hat dabei das Spurenelement Kupfer.
K wie Korrisonsbeständigkeit
Die hohe Korrosionsbeständigkeit des Kupfers ist in vielen unwirtlichen Umgebungen von unschätzbarem Wert – nicht zuletzt bei der Tiefseeexploration und -förderung von Erdöl und Erdgas. Aber auch in täglichen Einsatzbereichen wie an Dächern und Fassaden oder in der Hausinstallation wird die Beständigkeit von Kupfer geschätzt.
L für Leitfähigkeit
Die hervorragende Leitfähigkeit von Kupfer findet auch in der Medizin ihre Verwendung: Ein Kupferüberzug auf einem Skalpell leitet den Strom so ab, dass sich die Klinge erhitzt. Dies ist vor allem zur Blutstillung bei Operationen und zur gezielten Zerstörung krankhaften Gewebes wichtig.
M für Münzen
Bereits der Dinar war aus Kupfer. Auch die heutigen Euromünzen bestehen natürlich aus Kupfer und verschiedenen Kupferlegierungen, wie zum Beispiel dem Nordic Gold, das extra für das Münzwesen entwickelt wurde. Kupfer war neben Gold und Silber früher das dritthäufigste und ist heute das häufigste Basis-Münzmetall.
N für Entdeckung der Neuen Welt
Zum Schutz vor allen Arten von Biobewuchs waren die Schiffe, mit denen Kolumbus nach Amerika segelte, unter der Wasserlinie mit einer kupfernen Außenhaut ausgerüstet. Heute wird der Rumpf der meisten Seeschiffe mit einer kupferhaltigen Beschichtung versehen, um einen ähnlichen Schutz zu gewährleisten.
O wie Oxidschicht
Kupfer ist ein außerordentlich beständiger Bauwerkstoff mit einer technischen Lebenserwartung von über 200 Jahren. Diese Beständigkeit beruht auf seiner Fähigkeit, an der Atmosphäre eine witterungsbeständige, festhaftende und nicht giftige Schutzschicht auszubilden. Diese Oxidschicht ist in sich stabil und selbstheilend.
P für Problemlos legierbar
Für viele industrielle Anwendungen müssen die Eigenschaften von Kupfer optimiert werden. Dafür sorgt das Legieren: Aus einem oder mehreren Metallen entsteht ein festes Material –Messing (Kupfer-Zink), Bronze (Kupfer-Zinn) und Kupfer-Nickel. Auf diese Weise lassen sich Legierungen erzeugen, die sich beinahe für jeden Anwendungszweck eignen.
Q wie Quadriga
Wahrzeichen Berlins ist das Brandenburger Tor. Das Tor wird gekrönt durch eine etwa fünf Meter hohe in Kupfer getriebene Skulptur. Sie stellt die geflügelte Siegesgöttin Viktoria dar, die einen von vier Pferden gezogenen Wagen (Quadriga) in die Stadt hineinlenkt.
R für Rekorde
Den neuen Weltrekord für Magnetfelder hält seit dem 22. Juni 2011 das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf mit 91,4 Tesla. Dafür wurde eigens eine 200 Kilogramm schwere, etwa Mülleimer-große Doppelspule aus Kupferdraht gebaut. Der Erfolg bedeutet einen wichtigen Fortschritt für die Materialforschung, in der Experimente mit hohen Magnetfeldern essenziell sind.
S für Schokolade
Die gesamte Kupfermenge im menschlichen Organismus liegt im Mittel bei rund 100 Milligramm. Eine gute Nachricht für Naschkatzen: Eine Tafel dunkle Schokolade enthält etwa 12,5 Milligramm an Kupferverbindungen und deckt damit mehr als das Zehnfache des Tagesbedarfs. Auch in Nüssen und Innereien sind große Mengen des Spurenelements enthalten.
T für Tiere
Kupfer spielt bei Tieren wie Schnecken, Hummeln und Spinnen eine wichtige biologische Rolle. Es ist Bestandteil des blauen Hämocyanin, das bei Weichtieren und Gliederfüßern als Blutfarbstoff dem Sauerstofftransport dient und damit ihr Überleben sichert.
U wie Umformen
Kupfer setzt der Fantasie keine Grenzen – es kann zu fast jeder Form verarbeitet werden. Kupfer hat schon oft Menschen mit seiner Formbarkeit und seinen einzigartigen visuellen Eigenschaften fasziniert. Künstler und Architekten werden immer wieder von dem höchst anpassungsfähigen Metall zu neuen Ideen in der Gebäudekonstruktion inspiriert.
V für Venus
Klassische Metalle wurden in allen Kulturen bestimmten Symbolen oder Göttern zugeordnet. Kupfer gehört zu Venus oder Aphrodite. Aus dem Altertum übernahm das Mittelalter den Glauben, Kupfer löse jeden Aberglauben, u. a. schützt es Vieh und Milch vor bösen Hexen. Als Heilmittel gegen Blutungen und Geschwüre wurden Kupferplatten um den Hals gehängt gegen Cholera eingesetzt.
W für Wiederverwertbar
Kupfer ist ein Naturprodukt. Und da Kupfer immer wieder ohne Qualitätsverlust verwendet werden kann, geht es als weltweite Ressource kaum verloren. Heute werden etwa 40% der europäischen Kupfernachfrage durch Recyclingmaterial gedeckt. Recycling benötigt auch nur 20 Prozent der Energie, die für den Kupferabbau aufgewendet werden muss.
X wie Xstrata Copper
Xstrata Copper ist einer der größten Kupferminenbetreiber der Welt. Jedes Jahr bauen die internationalen Minengesellschaften zwischen 15 und 16 Millionen t Kupfer ab – Tendenz steigend. Auf Grund der hohen Nachfrage wird man spätestens 2020 in der Lausitz wieder eine Kupfermine eröffnen, die jedes Jahr rund 100.000 t Kupfer abbauen soll.
Y wie Yoga
Metallschalen mit einer bronze- oder messingartigen Legierung sind das Arbeitsmittel von Yoga-Lehrern: Dort werden sie für ein akustisches Signal eingesetzt, um die Aufmerksamkeit der Übenden zu lenken oder um eine angeleitete Meditation durchzuführen.
Z für Zypern
Den Namen hat das Metall von den Römern: Sie nannten Kupfer "aes cyprium" (Erz aus Cypern) da sich die größten Kupfervorkommen der Antike auf Zypern befanden. Daraus wurde schließlich "cuprum" und später im heutigen deutschen Sprachraum Kupfer.