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Legierungen - gute Verbindungen mit Kupfer

Legierungen - gute Verbindungen mit Kupfer

Jedes Metall besitzt bestimmte Eigenschaften, die durch Zugabe von anderen Metallen und/oder chem-
ischen Stoffen entweder verstärkt oder minimiert werden. Um Kupfer möglichst vielseitig einsetzen zu können, nutzt man die Eigenschaften einiger anderer Metalle. Als reines Material verfügt Kupfer über Eigenschaften, die für bestimmte Einsatzbereiche verändert werden müssen. Beispielsweise ist gediegenes Kupfer nicht hart genug, um intensiver Beanspruchung wie sie bei Lagerteilen auftreten, gerecht zu werden. Deshalb werden durch Legierungen, also die „Vermischung“ verschiedener Metalle wie z. B. Zink, Zinn, Nickel, Aluminium, Gold, Silber und Mangan, die Materialeigenschaften aufgewertet.

Bronze

Bronze

Historisch gesehen werden nur die Legierungen auf Basis Kupfer - Zinn als Bronze bezeichnet. In der Regel liegt der Kupfergehalt bei Bronze über 60 Prozent.

Eigenschaften: Mit dem Zinnanteil wird die Korrosionsbeständigkeit und Härte von Kupfer verbessert. Durch den Zinnanteil werden ausgeprägte Patinaschichten gebildet. Glockenbronze weist eine gute Gießbarkeit auf, sie enthält etwa 20-25 Prozent Zinn. Man erkennt den Zinngehalt an der Farbe der Bronze: je goldener die Färbung, desto mehr; je rötlicher, desto weniger Zinnanteil.

Messing

Messing

Als Messing werden Legierungen aus Kupfer und Zink bezeichnet. Bei einem Zinkgehalt unter 18 Prozent hat Messing eine rote Farbe, je höher der Zinkgehalt ist, desto heller und goldähnlicher wird das Metall.

Eigenschaften: Messing ist härter als reines Kupfer. Die Messingschmelze ist dünnflüssig und lässt sich daher gut für detailreiche und oberflächenrelevante Gussstücke verwenden. Durch seine goldähnliche Färbung wird Messing oft für Verzierungen und Beschläge verwendet. Viele Blechblasinstrumente werden aus Messing (CuZn30) oder Goldmessing (CuZn15) gefertigt.

Neusilber

Neusilber

Kupfer-Nickel-Zink-Legierungen bezeichnet man als Neusilber. Erstmals in China entwickelt, gelangte diese Legierung im 17. Jahrhundert nach Europa. Optisch gleicht es dem Feinsilber, daher wurde es in der Mitte des 19. Jahrhundert oft für die Herstellung von Bestecken genutzt. Der Ursprung liegt im 18. Jahrhundert in Deutschland.

Eigenschaften: Neusilber ist eine silberweiß glänzende Legierung aus 45–70 Prozent Kupfer, 5–30 Prozent Nickel, 8–45 Prozent Zink. Es zeichnet sich wegen des Nickelgehalts durch besondere Härte und Korrosionsbeständigkeit aus. Durch seine Verschleißarmut wird es oft in Bereichen eingesetzt, die hohen Belastungen standhalten müssen, zum Beispiel Schlüssel, Schlosszylinder, feinmechanische und medizinische Geräte.

Rotguss

Rotguss

Kupfer-Zinn-Zink-Blei-Legierungen werden als Rotguss bezeichnet. Im deutschsprachigen Raum ist Rotguss als Handelsname seit Beginn des 20. Jahrhunderts in Gebrauch.

Eigenschaften: Da Rotguss ausgezeichnete Gleit- und Notlaufeigenschaften besitzt, findet er häufig im Bereich der Gleitlager und Buchsen sowie allen bewegungsbeanspruchten Teilen Verwendung. Durch seine erhöhte Korrosionsbeständigkeit findet Rotguss auch in seewassergefährdeten Bereichen oder in der Trinkwasserinstallation seinen idealen Einsatzort. Rotguss ergibt zudem sehr dünne Schmelzen, so dass damit besonders feine Gussarbeiten ausgeführt werden können.

Weitere Informationen zum Thema:

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Den Anteil des jeweiligen Legierungsmaterials
erkennt man in der Formel:

Diese Legierung hat also 70 Prozent Kupfer
und 30 Prozent Zink.